Solaranlage für eine Krankenstation in West Kamerun

Armutsbekämpfung, Klimaschutz, Friedenssicherung

Solaranlage für eine Krankenstation in West Kamerun

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Im Dorf Fondjomekwet im Westen Kameruns wollen wir eine Krankenstation mit einer Solaranlage ausrüsten. Diese soll helfen, Impfstoffe zu kühlen und die Geburtsvor- und -nachsorge sowie die Betreuung Gebärender auf stabilere Füße zu stellen.

Projektbeschreibung

Im ländlichen Kamerun ist die Müttersterblichkeit 100 mal höher als in Deutschland und eine der höchsten auf der ganzen Welt: bei 7 von 1000 Geburten kommt es zu Komplikationen, bei denen die Gebärende stirbt. Darüber hinaus ist die allgemeine Versorgung der Bevölkerung mit Infrastruktur sehr schlecht: Ein Arzt / eine Ärztin muss sich im Schnitt um 10'000 PatientInnen kümmern und nur 14 % der Menschen in den Dörfern haben zuverlässigen Zugang zu Strom. 

Im Westen Kameruns arbeitet die Kleinbauernkooperative GIC Sondason (www.gicagenda21.com) daran, durch den Anbau und Vertrieb ökologisch erzeugter Lebensmittel die Situation der Menschen in den Dörfern zu verbessern. Unter anderem exportieren sie Bio-Kaffee, -Bohnen und -Trockenfrüchte nach Europa und machen ihre Arbeit über die Bio-Fairtrade-Firma Utamtsi (www.utamtsi.com) bekannt. 

In dem Dorf Fondjomekwet hat GIC Sondason auch die Errichtung einer Krankenstation im Dorfzentrum erreicht. Ein Arzt hält mindestens einmal in der Woche eine Sprechstunde ab und eine ausgebildete Krankenschwester kümmert sich rund um die Uhr um die PatientInnen. Ein Großteil der Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft und ist daher auf körperliche Gesundheit für die tägliche Arbeit angewiesen. Auch ein einfacher Kreißsaal steht zur Verfügung, in dem werdende Mütter betreut werden können. Auch die äußerst wichtige Geburtsvor- und -nachsorge findet hier statt und Impfungen werden ausgegeben. 

Um die Krankenstation zuverlässig mit Strom zu versorgen, wollen wir gemeinsam mit GIC Sondason eine Solaranlage mit Batteriespeicher auf dem Dach der Krankenstation installieren. So nah am Äquator sind die Bedingungen für Solarenergie ideal! Tagsüber kann mit nur wenigen Modulen so viel Strom in die Batterie eingespeist werden, dass auch nachts noch genug für die Beleuchtung oder Geburtshilfe zur Verfügung steht. Besonders die Kühlung von Impfstoffen ist von großer Wichtigkeit, da diese bei Unterbrechung der Kühlkette schnell wirkungslos werden.

Der Bau von sogenannten „Inselanlagen“, also Solaranlagen ohne Netzanschluss aber mit Batteriespeicher, ist in Afrika zum Erfolgsmodell geworden und viele Solarfirmen haben sich genau auf diese Anwendung spezialisiert und bieten zuverlässige Lösungen aus einer Hand an. Um die geplante Solaranlage zu finanzieren, suchen wir noch tatkräftige SpenderInnen!

Die geplante Solaranlage soll als Pilotprojekt im Dorf dienen, um die Bevölkerung in Kontakt mit Erneuerbaren Energien zu bringen. Bei einer erfolgreichen Nutzung könnte das Projekt erweitert werden, um auch Privathaushalte oder kleine Betriebe mit sauberer Energie zu versorgen.

Nachhaltigkeit

Mit einer Stromversorgung der Krankenstation wird eine bessere Vor-Ort-Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten und Impfstoffen gewährleistet und ein funktionierendes Beispiel für ländliche Gesundheitsvorsorge geschaffen werden.

 

Insbesondere für Gebärende steht ein einfacher Kreißsaal mit zuverlässiger medizinischer Betreuung zur Verfügung; ein entscheidender Beitrag zur reproduktiven Gesundheit und der Senkung der hohen Kleinkind- und Müttersterblichkeit.

 

Angesichts der logistisch anspruchsvollen Lage im Gebirge wird die PV-Anlage nicht nur zu einer dezentralen, stabileren Energieversorgung beitragen, sondern auch zur mittelfristigen Kostenreduzierung, da Elektrizität nicht durch Dieselgeneratoren zur Verfügung gestellt werden muss. Der Regenwald im Westen Kameruns stellt ein einzigartiges wertvolles und sensibles Ökosystem dar, bedroht durch zahlreiche anthropogene Veränderungen. Bei einem erfolgreichen Betrieb der Solaranlage und einer zusätzlichen Nutzung zur Aufladung Akku-betriebener Geräte kann der Einsatz von umweltbedenklichen Einweg-Batterien reduziert werden. Darüber hinaus wird durch den positiven Kontakt der Einwohner zu Erneuerbaren Energien die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, die auf der Nutzung dieser Technologie basieren, stimuliert.

Fördermittelverwendung

Fördermittel 2016446,00 €

Bremer Solidarfonds446,00 €

Projektberichte

12.09.2017

Zusammen mit weiteren Fördermitteln und Fördermittelzusagen konnten wir bis heute (Sep. 2017) bereits rund 45% der benötigten rund 12.000€ einsammeln ! :-)

Nun gilt es, die noch fehlenden Mittel zusammen zubringen um das Projekt realisieren zu können.

Fürsprecher

Laura Schnee Laura Schnee

Seit 2010 ist Laura im Allgemeinbildung - Natur Mensch Technik e.V. aktiv, seit 2013 als Vorstandsmitglied. Ihre Schwerpunkte sind zukunftsfähige Landwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit. Im Rahmen von Kooperationsprojekten mit Utamtsi und GIC Sondason war sie schon mehrfach in Kamerun.

Förderung

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