Transition Streets – gemeinsam mit Deinen Nachbar*innen nachhaltiger werden

nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung

Transition Streets – gemeinsam mit Deinen Nachbar*innen nachhaltiger werden

Mit dem Projekt Transition Streets möchten wir – die Transition Town Heidelberg Initiative – es ab 2017 Nachbarschaftsgruppen ermöglichen, gemeinsam nachhaltige Handlungsoptionen kennen zu lernen und sich gegenseitig bei der Umsetzung im eigenen Alltag zu unterstützen. Dafür werden wir ein Handbuch für Heidelberg mit niederschwelligen Nachhaltigkeitstipps zu allen Lebensbereichen (Energie, Mobilität, Ernährung,…) erstellen und zur Verfügung stellen und die Nachbarschaftsgruppen jeweils in einem ersten Treffen sowie bei Fragen begleiten. In einem Vorbildprojekt wurden pro Haushalt 1,3 t CO2 jährlich eingespart.

Projektbeschreibung

Wir möchten 2017 in Heidelberg das Projekt Transition Streets, das erstmals in der „Ur-Transition Town“ in Totnes, Großbritannien durchgeführt wurde, umsetzen. Dafür werden wir ein Handbuch mit lokalen Nachhaltigkeitstipps zu allen Lebensbereichen (Energie, Mobilität, Ernährung,…) erstellen und als Print- und Digitalversion zur Verfügung stellen. Die Tipps sind niederschwellig und günstig bzw. kostenlos. Die Teilnahme an Transition Streets funktioniert folgendermaßen: Eine Gruppe von 7 bis 10 Nachbar*innen entscheidet sich mitzumachen. Bei einem ersten Treffen führt ein*e Transition Towner*in in das Projekt ein und gibt Empfehlungen zur Selbstorganisation. Die Gruppe trifft sich monatlich, jedes Mal bei einem/einer anderen zuhause und jedes Mal zu einem anderen Kapitel. Jede*r Teilnehmer*in wählt ca. drei Maßnahmen pro Kapitel aus, die sie/er umsetzen möchte. Bei den Treffen tauschen sich die Nachbar*innen über die Erfahrungen bei der Umsetzung aus. Transition Town Totnes hat ausgerechnet, dass pro teilnehmendem Haushalt 570 £ (ca. 640 €) sowie 1,3 t CO2 jährlich eingespart werden. Bis heute haben sich dort bereits über 550 Haushalte beteiligt. Der Effekt ist wirklich beeindruckend. Und ganz nebenbei lernt mensch seine Nachbar*innen (besser) kennen und spinnt ein Netzwerk. Das folgende 5-Minuten-Video gibt einen guten Eindruck von diesem Projekt und seiner positiven Wirkung:Youtube: Transition Street.
Wir möchten Transition Streets unter sparsamer Verwendung aller benötigter Ressourcen inklusive der Fördermittel der Klimaschutz+ Stiftung umsetzen, auch mit dem Ziel, dass wir jeden Euro der Fördermittel, die wir nicht für das Projekt Transition Streets benötigen, für weitere geplante Wandelprojekte einsetzen (Beispiele s. u.).

Über Transition Town Heidelberg
Bisherige Aktivitäten
Wir haben die Transition Town Heidelberg Initiative (TT HD) 2013 gegründet, um lokale Lösungen gegen den Klimawandel und zum Schutz knapper werdender Ressourcen zu entwickeln und umzusetzen. Wir veranstalten gemeinsam mit Ökostadt Rhein-Neckar und dem BUND Heidelberg ein regelmäßiges Repair Café, durch das Dinge repariert und so Neukäufe vermieden und damit verbundene Ressourcen, Transporte und Energie eingespart werden.
Zudem haben wir den Leila (Leihladen Heidelberg) gegründet, in dem selten benötigte Gegenstände (z. B. Skier, Waffeleisen) geliehen und so von mehr Menschen genutzt werden können.
Außerdem machen wir Bewusstseinsbildung, indem wir beispielsweise regelmäßig Filmabende mit Diskussion zu sozial-ökologischen Themen veranstalten. Neben dem äußeren Wandel, der sich in konkreten Projekten zeigt, fördern wir auch einen inneren Wandel, indem wir beispielsweise mit kreativen Methoden Visionen einer positiven Zukunft entwickeln und unsere Gruppenprozesse so gestalten, dass dauerhaftes Engagement voller Freude und ohne Überlastung möglich ist.

Weitere geplante Aktivitäten
2016 haben wir mit Transition Town Heidelberg einen gleichnamigen gemeinnützigen Verein gegründet, um auch größere lokale Wandelprojekte umsetzen und zur Deckung damit verbundener Kosten Spenden entgegennehmen und öffentliche Fördergelder beantragen zu können, zum Beispiel:
- Ein Zukunftswandelgarten, in dem Begegnung, Bildung und Permakulturgarten-Workhops stattfinden können. Gemeinsam mit Nachbar*innen soll eine öffentliche, brachliegende Fläche in ein Ökosystem verwandelt werden, das dazu dient, gemeinsam und nachbarschaftlich vernetzt, etwas über ein enkeltaugliches Leben zu lernen und den natürlichen Kreislauf im urbanen Umfeld zu vermitteln.
- Ein WandelKulturHaus, in dem sozial-ökologische Initiativen Veranstaltungen anbieten und wo in gemütlicher Café-Atmosphäre ein Austausch zum sozial-ökologischen Wandel zwischen Heidelberger*innen stattfinden kann. Das WandelKulturHaus unterstützt den Kulturwandel bei möglichst vielen Menschen hin zu einem suffizienteren, ressourcenschonenderen Leben, indem es nachhaltiges Handeln im Alltag erlebbar macht – von veganem Kochen über Upcycling und Reparieren bis hin zum inneren Wandel. 

Nachhaltigkeit

Wir wissen heute, dass nachhaltige Lebensgestaltung eine Neuorientierung im Denken und Handeln erfordert. Das Ziel der Heidelberger Transition Town ist es, einzeln und als Gruppe diesen notwendigen Kulturwandel im Alltag Schritt für Schritt umzusetzen.

Als offene Gruppe laden wir alle interessierte Heidelberger Bürger*innen dazu ein, mit uns gemeinsam lokale Lösungsbeiträge gegen den Klimawandel und zum Schutz knapper werdender Ressourcen zu verwirklichen und in unterschiedlichen Projekten zum sozial-ökologischen Wandel beizutragen.

Fördermittelverwendung

Fürsprecher

Isabell Kuhl Isabell Kuhl

Isabell Kuhl ist eines der Gründungsmitglieder sowie erste Vorsitzende der Transition Town Heidelberg. Sie engagiert sich in den Projekten Transition Streets, Leila Leihladen Heidelberg, Heidelberger Solidarstrom und dem WandelKulturHaus und gestaltet einen monatlichen Transition Town Newsletter zum sozial-ökologischen Wandel in Heidelberg.

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